Tropische Fisch: Was passiert in der freien Natur?

Die meisten Fische und Wirbellosen sind poikilotherme oder ektotherme Tiere, d. h. ihre Umgebung beeinflusst ihre innere Körpertemperatur. Aus diesem Grund sind sie gemeinhin auch als Kaltblüter bekannt. In Anbetracht der langsamen, aber dennoch ständigen Veränderungen in tropischen Klimazonen benötigen dort lebende Wasserbewohner eine gleichbleibende Temperatur, wobei jegliche Veränderungen allmählich und in kleinen Schritten erfolgen.

Wenn man von leichten Veränderungen spricht, ist die tropische Regenzeit genau so ein Zeitraum. Die täglichen Regengüsse, die sich über mehrere Monate erstrecken, führen zu einem leichten Absinken der Wassertemperatur. Das wiederum regt oft bestimmte Arten zum Laichen an, wie z.B. den Panzerwels (Corydoras). Außerdem verändert sich der aquatische Lebensraum: Im Amazonasbecken beispielsweise dehnt sich der Fluss bis weit in den Regenwald hinein aus. Fische wie beispielsweise Diskusfische nutzen diese Zeit ebenfalls zum Laichen, da die dichte Vegetation unter Wasser getaucht wird und sowohl einen sichereren Unterschlupf als auch eine größere Auswahl an Nahrungsquellen für ihre winzigen Nachkommen bietet. Die Nachahmung dieser natürlichen Ereignisse und der daraus resultierenden Wasserbedingungen kann wichtig sein, wenn man einige der anspruchsvolleren Arten züchten möchte. Die Beibehaltung einer konstanten Temperatur innerhalb des optimalen Bereichs für die tropischen Fische ist ein Schlüsselelement für ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Gesundheit.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Krankheiten, die durch Stress entstehen, dem Fische durch plötzliche Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, sind im Allgemeinen nicht schwer zu heilen, wenn sie einmalig auftreten. Wiederholte Temperaturschwankungen haben jedoch mit Sicherheit negative Folgen.

Ein täglicher kurzer Blick auf ein Thermometer ist die beste Vorsorge. Egal wie zuverlässig Ihr Heizer sein mag, ist es nicht zu unterschätzen, wie wichtig es ist, dies zu tun. Überprüfen Sie die Wassertemperatur immer durch einen Blick auf ein Thermometer. Verlassen Sie sich nicht auf die Temperatur, die auf einem Bedienknopf eines Heizers angezeigt wird. Die Heizer der Fluval E Serie sind eine Klasse für sich, da ihre digitale Anzeige das Ergebnis hochempfindlicher Sensoren ist, aber auch diese sollten von einem Thermometer bestätigt werden.

Ein weiterer empfehlenswerter Tipp zur Vorsorge ist, für den Fall, dass Ihr vorhandenes Gerät ausfällt, einen Ersatzheizer bereitzuhalten. Unabhängig von den Umständen sind Sie auf diese Weise darauf vorbereitet, das Ersatzgerät schnell und mit minimaler Unterbrechung der Temperaturregelung anzuschließen.

Reinigen Sie das Heizerrohr regelmäßig und achten Sie darauf, dass es frei von Algen oder Mineralablagerungen ist. Das Wachstum von Korallenalgen kann in Meerwasseraquarien so schnell erfolgen, dass Sie möglicherweise Stellen auf dem Glasrohr eines Heizers übersehen, an denen sie sich zu vermehren beginnen. Um das Entfernen solcher Ansammlungen zu erleichtern, nehmen Sie den Heizer einfach 10 bis 15 Minuten nach dem Herausziehen des Steckers aus dem Aquarium und weichen ihn in einer 50/50-Mischung aus lauwarmem Wasser und Essig ein.

Positionierung des Heizers

Um eine konstante Temperatur im gesamten Aquarium zu gewährleisten, achten Sie darauf, den Heizer immer in der Strömungsrichtung des Wassers am Auslass Ihres Filtersystems zu positionieren. Vermeiden Sie es, den Heizer in einem Bereich zu platzieren, in dem es wenig bis keine Wasserbewegung gibt. Achten Sie bei der Installation eines Heizers ebenfalls darauf, dass Sie das Ende des Rohrs nicht in den Bodengrund drücken, da dies die Effizienz verringert und die Gefahr eines Bruchs des Heizers erhöht.

Bei der Abwägung zwischen unter Wasser tauchbaren und aufsteckbaren Heizern bieten die unter Wasser tauchbaren Geräte viel mehr Flexibilität und sind fast immer die bessere Wahl. Da sie unter Wasser tauchbar sind, verfügen sie über eine Linie, die Ihnen zeigt, wo der Wasserstand sein muss. Gleichzeitig bieten sie einen besseren Schutz vor dem Eindringen von Wasser, was zu einer längeren und zuverlässigeren Leistung führt.

Wie viel Heizleistung benötige ich?

Eine Reihe von Faktoren beeinflusst, wie viel Heizleistung benötigt wird. Ein Aquarium mit starker Oberflächenbewegung treibt mehr Wärme aus dem Becken, und Aquarien ohne Abdeckung oder Glastop lassen mehr Wärme entweichen. Im Allgemeinen werden 3 bis 5 Watt Heizleistung pro 3,5 Liter Wasser empfohlen, wenn die gewünschte Wassertemperatur bis zu 10 Grad Celsius überhalb der Raumtemperatur liegt. Kleinere Aquarien verlieren schneller Wärme als größere Aquarien, daher wird ein Minimum von 5 Watt Heizleistung pro 3,5 Liter Wasser empfohlen. Größere Aquarien – 200 Liter oder mehr – fallen typischerweise in den Bereich von 3 bis 5 Watt Heizleistung pro 3,5 Liter Wasser; aber je nach Positionierung des Aquariums im Haus oder in der Einrichtung kann immer noch zusätzliche Heizleistung nötig sein.

Obwohl ein Aquarienheizer die Temperatur im Aquarium nicht senken kann, gibt es Möglichkeiten, dies zu tun. Wie bereits erwähnt, trägt eine starke Bewegung der Wasseroberfläche in Ihrem Aquarium und das Öffnen oder Entfernen der Abdeckung dazu bei, dass Wärme aus dem Wasser entweicht. In diesen Situationen ist es nicht empfehlenswert, den Heizer vom Stromnetz zu trennen, da das Gerät ausgeschaltet bleibt, bis die gewünschte Wassertemperatur erreicht ist, woraufhin es wieder mit dem Heizen des Wassers und Regulieren der Wassertemperatur beginnt. Die Installation eines Kühlers in größeren Aquarien ist eine weitere Option, wenn kühlere Wassertemperaturen erforderlich sind.

Was macht einen Qualitätsheizer aus?

Zunächst sollte ein Qualitätsheizer aus einem Glasrohr bestehen, das aus einem haltbareren Material als nur einfachem Glas gefertigt ist. Ein solches Material ist z.B. Borsilikat, das sich durch einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten auszeichnet, was bedeutet, dass es bei extremen Temperaturschwankungen nicht bricht. Dies ist natürlich sehr wünschenswert, da bei einem Aquarienheizer die sehr heiße Spule, die für die Wärmeerzeugung verantwortlich ist, nur durch das Glasrohr vom viel kühleren Aquarienwasser getrennt ist. Der Temperaturunterschied ist also extrem, und daher muss das Material diesen Bedingungen standhalten.

Ein Qualitätsheizer sollte dem Benutzer außerdem schnell und deutlich wichtige Informationen kommunizieren. Aus diesem Grund gehören die Heizer der Fluval E Serie zu den besten in der Branche: Die Wassertemperatur wird deutlich auf einem großen digitalen Display angezeigt, und es wird ebefalls angegeben, ob diese Temperatur über oder unter der eingestellten Temperatur liegt. Des Weiteren kommunizieren die Heizer noch weitere wichtige Parameter: zum Beispiel, ob die Wassertemperatur sehr stark abweicht oder wenn der Heizer nicht genügend Wasserbewegung empfängt.

Die Bedeutung eines Qualitätsheizers und -thermometers für ein tropisches Aquarium ist nicht zu unterschätzen. Wenn es um die Beibehaltung der Wassertemperatur für Ihre tropischen Fische geht, sollten Sie nicht knausern: Investieren Sie in ihren Schutz, denn es kann hier um Leben und Tod gehen.