Die Fütterung Ihrer Fische macht Spaß! Es ist schön zu sehen, wie sich das Tier auf das Essen stürzt und den Nutzen der von Ihnen ausgewählten, gekochten, gefangenen oder improvisierten Nahrung erntet. Allerdings kann sich dies schnell ins Gegenteil entwickeln, wenn das Tier partout nicht fressen will. Was eigentlich eine angenehme Erfahrung sein sollte, wird dann schnell zu einem großen Problem.

Obwohl die meisten der heutzutage handelsüblichen in Aquarien gehaltenen tropischen Fische leicht zu füttern sind, gibt es natürlich Ausnahmen. In diesem Bericht werden wir Faktoren und Überlegungen untersuchen, die die Fütterung beeinflussen, sowie die verschiedenen Taktiken, die Sie anwenden können, um diese wählerischen Fresser dazu zu bringen, wenigstens am Fischfutter zu knabbern.

Umweltbewusste Tierhaltung

Tropische Fische in der richtigen Umgebung zu halten, bedeutet nicht nur, den richtigen Temperaturbereich, die korrekte Wasserchemie, eine geeignete Wasserbewegung und eine gute Filterung sicherzustellen, sondern auch die Aquarieneinrichtung in Bezug auf Dekorationsstruktur und die Wahl der Mitbewohner im Aquarium abzustimmen. Fische sind poikilotherm; dies bedeutet, dass sie nicht genügend Körperwärme erzeugen können, um eine konstante, gleichbleibende Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, wie es Säugetiere können. Ihre Körpertemperatur variiert mit ihrer Umgebungstemperatur. Wenn Sie eine neue Fischart für Ihr Aquarium in Betracht ziehen, stellen Sie immer sicher, dass der ideale Temperaturbereich berücksichtigt wird. Wenn dieser Parameter falsch ist, wäre es normal, dass Fische aufgrund eines sinkenden Stoffwechsels nicht richtig fressen. Eine regelmäßige tägliche Überprüfung Ihres Thermometers kann eine einfache Methode sein, um Probleme mit der Reaktion der Fische auf das Futter zu vermeiden.

Viele Arten von tropischen Aquarienfischen tolerieren relativ große pH-Bereiche. Es ist jedoch empfehlenswert, die jeweiligen Arten in ihrem bevorzugten Bereich zu halten. Eine falsche Wasserchemie kann zu Lethargie und einem insgesamt weniger aktiven Fisch beitragen und sich potenziell auf natürliche Aktivitäten wie das Fressen auswirken.

Die Haltung von Fischen mit einer geeigneten Filterung mit einer bevorzugten Wasserströmung trägt zu natürlichem Verhalten bei und unterstützt eine gute Reaktion auf das Futter. Dies gilt insbesondere für scheue Arten wie beispielsweise einige der Zwerg-Anabantoidei, kleine Arten von Ziersalmlern oder viele Killiefische. Einige grundlegende Recherchen über die von der Art geschätzten Bedingungen tragen wesentlich dazu bei, die erwartete Futterreaktion zu fördern. Das Gleiche gilt für die Beleuchtung: Eine extrem helle Beleuchtung kann bei scheuen Arten für einen schlechten Appetit sorgen, da sie lieber in gedimmten Lichtverhältnissen fressen.

Die Anzahl von Artgenossen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Viele Fischarten fühlen sich viel wohler und fressen eher, wenn sie einen Schwarm von Artgenossen um sich herum haben. Ein Beispiel ist der neu importierte Wilddiskus: Ein Schwarm von 10 bis 15 Fischen – und nicht nur 2 oder 3 – kann einen enormen Unterschied ausmachen und sich auf die Bereitschaft und die Schnelligkeit auswirken, mit der sie das Futter akzeptieren.

Wildfang im Gegensatz zu kommerziell gezüchtet

Kommerziell gezüchtete Fische sind in der Regel an eine Vielzahl von Trockenfuttersorten gewöhnt und stellen keine Herausforderung im Hinblick auf das Futter dar. Wildfänge hingegen können mit verschiedenen Parasiten in Berührung gekommen sein, die behandelt werden müssen. Außerdem sind sie daran gewöhnt, lebendes Futter zu fressen, das ihnen im Aquarium oft nicht zur Verfügung steht. Diese Kombination hemmt den Appetit von Fischen aus Wildfängen, sobald sie in einem Aquarium angekommen sind. Wie bereits erwähnt, ist die Schaffung des richtigen Lebensraums unter diesen Umständen von entscheidender Bedeutung. Nach der Eingewöhnung der Fische ist es in der Regel möglich, sie mit gefrorenem Futter zu füttern, wie beispielsweise frisch aufgetauten roten Mückenlarven. Dieses gefrorene Futter ähnelt Lebendfutter sowohl im Geschmack als auch der Textur und dem Geschmack. Wenn die Fische mehr von dem gefrorenen Futter fressen, wird empfohlen, ein hochwertiges körniges oder flockenförmiges Futter in kleinen Mengen unterzumischen und die Aufnahme von trockenem, kommerziell zubereitetem Futter schrittweise zu erhöhen.

Meerwasser im Gegensatz zu Süßwasser

Im Vergleich zu tropischen Süßwasserarten gibt es im Allgemeinen mehr Meeresarten, die für die Aquarienhaltung importiert werden und die spezielles Futter benötigen. Zum Glück ist sich die Industrie dessen bewusst und es wird darauf eingegangen.

Viele Falterfische (Familie der Chaetodontidae) fressen in ihrem natürlichen Habitat nur sehr spezielles Futter. Im Aquarium können einige mit bestimmten frischen Lebensmitteln wie Muscheln gefüttert werden. Außerdem kann man für diese Fische auch Futtermischungen „an Futterfelsen kleben“, um ihrem natürlichen Fressverhalten gerecht zu werden. Bei anderen Arten ist es unwahrscheinlich, dass sie sich jemals an kommerziell zubereitetes Futter gewöhnen werden, z.B. solchen Arten, die sich ausschließlich von Korallenpolypen ernähren. Diese Arten sollten daher nicht in einem Aquarium gehalten werden. Ein Beispiel für einen Fisch, der am besten nicht in einem Aquarium gehalten werden sollte, ist der Orangeflecken-Feilenfisch (Oxymonacanthus longirostris). Einige behaupten zwar, dass er mit bestimmten frischen und gefrorenen Futtersorten gefüttert werden kann. Sie fressen aber bekanntermaßen Korallenpolypen und sollten daher besser im Meer bleiben, wo sie reichlich Korallenpolypen vorfinden.
Es gibt noch weitere Meerwasserarten, die sich an die Fütterung in Gefangenschaft anpassen können, aber dabei nicht alle Nährstoffe bekommen, die sie benötigen. Dazu gehören z.B. die Halfterfische (Zanclus cornutus), die daher eine Art sind, die wir heutzutage im Aquarium nur selten sehen.

Die Auswahl der richtigen Art

Für eine langfristig erfolgreiche Haltung ist es wichtig, sich über die Umwelt, die Wasserverhältnisse und die bevorzugten Ernährungsgewohnheiten sowie spezifische Futtermittel, die Ihre gewünschten Fische benötigen, zu informieren und diese Faktoren zu verstehen. Wenn Sie neue Fische kaufen, ist es empfehlenswert, diese zunächst unter Quarantäne zu stellen und dann sicherzustellen, dass sie eine geeignete Struktur im Aquarium haben, damit sie sich sicher fühlen und sich nicht erschrecken.

Bei der Planung, welche Fische Sie in einem Gemeinschaftsbecken halten werden, ist die Kompatibilität entscheidend, denn Fische werden nicht richtig fressen, wenn sie geärgert oder immer gejagt werden. Bedenken Sie auch die Ebene im Aquarium, auf der sich die Fische die meiste Zeit aufhalten werden. Es ist ratsam Fische zu vergesellschaften, die auf verschiedenen Ebenen oder Schichten des Aquariums leben, damit nicht eine bestimmte Ebene überfüllt ist. Außerdem ist so die Chance größer, dass die einzelnen Arten auf ihrer bevorzugten Ebene fressen können.

Die Haltung interessanter Raubtiere wie Hechtbuntbarsche, Knochenhechte, Salmler wie z.B. Boulengellera, sind Beispiele für Fische, die lebendes Futter bevorzugen, die man aber an frisches/gefrorenes Ersatzfutter gewöhnen kann. Schließlich kann man auch Trockenfutter in das frische/gefrorene Futter mischen und sie werden sich daran gewöhnen. Es gibt einige Vorteile, diese Fischarten auf diese bereits zubereiteten Futtersorten zu gewöhnen: Die größten Vorteile sind natürlich die Verfügbarkeit und die gleichbleibende Qualität. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Parasiten über Futterfische in das Aquarium gelangen.

Trockenfutter

Die angebotenen Inhaltsstoffe, die Art und die Größe der Futtermittel spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um die wählerischen Fischarten zum Fressen zu bewegen. Kleine sinkende körnige Lebensmittel sind für kleine, schüchterne Arten mit kleinem Mund wie Prachtguramis oder Schokoladenguramis geeignet. Dank der idealen Größe dieses Granulats, der Schmackhaftigkeit und dem hohen Gehalt der Larven der Schwarzen Soldatenfliege und anderer hochwertiger Inhaltsstoffe in der Zusammensetzung ist das Fluval Bug Bites Mikrogranulat für tropische Fische eine gute Wahl für solche Arten.

Es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen, wenn man tropische Fischarten hält, die wählerische Fresser sein können, und alle Faktoren sind wichtig. Geduld und die richtigen Entscheidungen sind äußerst wichtig. Einige der schönsten Ergebnisse entstehen durch diese zusätzliche Mühe.